Der etwa acht Kilometer lange A11 Karawankentunnel ist eine wichtige transalpine Verkehrsader zwischen Österreich und Slowenien. Längst kam der im Jahr 1991 eröffnete und im Gegenverkehr betriebene einröhrige Tunnel an seine Kapazitätsgrenzen, vor allem in der Hauptreisezeit im Sommer, wenn dort bis zu 30.000 Fahrzeuge täglich das Nadelöhr passieren.
Bereits im Jahr 2015 wurde daher beschlossen, den Tunnel um eine zweite Röhre zu erweitern. Bedingt durch eine Verzögerung bei der Vergabe auf slowenischer Seite startete der Vollausbau des Karawankentunnels im September 2018.
Nach 7,5 Jahren Bauzeit wurde am 20. März 2026 nun der erste große Meilenstein des Projekts erreicht: Die Neubauröhre konnte für den Verkehr freigegeben werden.
Aus diesem Anlass kamen am 18. März 2026 Vertreter:innen der DARS (Autobahngesellschaft Slowenien) und der ASFiNAG zusammen und feierten im Beisein slowenischer und österreichischer Politiker:innen – darunter Bundesminister Peter Hanke, Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, sowie Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und sein Stellvertreter Martin Gruber – die Eröffnung der neu erbauten Tunnelröhre.
Dies war auch für die STRABAG Infrastructure & Safety Solutions (SISS) ein Grund zu feiern: Sie lieferte die gesamte betriebs- und sicherheitstechnische Ausrüstung für die neue Tunnelröhre. Diese umfasst die Energieversorgung und -verteilung, sämtliche Sicherheits- und Kommunikationssysteme (Notrufeinrichtungen, Videoüberwachung, Brandmeldeanlagen, etc.), die Beleuchtung, Belüftung und Sensorik im Tunnel sowie die Automatisierungstechnik samt Anbindung an die Überwachungszentralen der ASFiNAG und der DARS.
Die kommenden Jahre wird der gesamte Verkehr durch die Neubauröhre geleitet, damit die Generalsanierung der Bestandsröhre durchgeführt werden kann. Die SISS wird auch die Betriebs- und Sicherheitstechnik für den zweiten Teil des Großauftrags im Gesamtwert von etwa € 110 Mio. (Paket 1 & 2) übernehmen. Voraussichtlich Mitte 2029 wird der Gegenverkehr im Karawankentunnel dann endgültig der Vergangenheit angehören, wenn die Bestandsröhre fertig saniert und für den Verkehr freigeben wird.